04.10.17

kelly-news: was ich in neun monaten über hundeerziehung und mich selbst gelernt habe


Natürlich gibt es Neues von Kelly. Eigentlich gibt es jeden Tag etwas Neues. Etwa, dass sie unglaublich süß und liebenswert ist. Seitdem Kelly heute genau vor neun Monaten zu uns kam, hat sie unser Leben komplett auf den Kopf gestellt - und ich habe eine Menge Wahrheiten über mich erfahren, etwas über Hundeerziehung gelernt und über Schulhofbullys auf der Hundewiese, die doch angeblich immer alle nur spielen wollen. 


Heute vor neun Monaten habe ich die Mischung aus Bolonka Zwetna (russisch für Bunter Zarenhund), Affenpinscher und kleinem Tyrannen, aus der Nähe von Würzburg von der Pflegemutter abgeholt. Wisst ihr noch? Januar? Minus zwanzig Grad, Schneeglätte und eiskalt war es draußen. Eine Zitterfahrt wurde das für ein aufgeregtes Neu-Frauchen und einen nervösen Hund bei Schneeglätte auf der Autobahn. 

Unglaublich viel hat sich seitdem in Kellys und meinem Leben getan. Vor allem habe ich nicht nur viel über Hundeerziehung was gelernt - das ist ja schon fast selbstverständlich - sondern sehr viel auch über mich. Ich halte jetzt viel öfter mal die Klappe als früher, wenn ich es mit Eltern zu tun habe. *lach* Ich habe jetzt erst verstanden, was Erziehung bedeutet. Und wie sich der Unterschied zwischen festen Vorsätzen und Realität anfühlt. Viele denken möglicherweise, unser Hund sei verwöhnt. Kann man so sehen. 

Die Sache ist aber die - sie hockt da im Bild oben mit mir auf der Bank, weil ich sie gern bei mir haben will. Wenn ich zu meiner Frauenrunde gehe, drei 50-Jährige mit jeweils einer Tochter, dann hockt Kelly nicht irgendwo doof in einer Ecke und muss stundenlang warten bis ich fertig gequatscht habe. Nein, sie ruht dann piepstill auf meinen Schoß. Wenn ich - wie heute stundenlang am PC texten und recherchieren muss - dann wartet sie in ihrem Körbchen. Nicht gern. Das ist nicht einfach für sie, weil sie ein agiler Hund mit einem großen Bedürfnis nach Zuwendung ist. Aber sie ist dann brav und folgsam. 

Bevor sich einer aufregt: es versteht sich auch von selbst, dass ich mich für meinen Hund soweit verantwortlich fühle, dass ich die Bank beim Verlassen abwische. 

Übrigens: mein aktuell liebstes Hundebuch ist von Martin Rütter "Hund-Mensch Mensch-Hund", das mir mein Mann zum Geburtstag geschenkt hat. Ich hatte Bauchweh vor Lachen. 



Einer meiner Ehrengäste zu meinem Geburtstag, der andere hat fotografiert.

 

Was ich über Hundeerziehung gelernt habe


① Kelly kennt unsere Gegend wie aus der Westentasche. Wenn wir Gassi gehen, darf sie die Richtung vorgeben. Ich lasse sie Neues entdecken. Und wenn ich es eilig habe oder ein Ziel ansteuere, dann geht sie an der kurzen Leine. Funktioniert super.

Ohne Leine: Kelly läuft wie eine Meisterin ohne Leine. Das funktioniert fast besser als an der Leine. Manchmal habe ich Leckerli in der Tasche, wenn ich sie auf mich fester fokussieren will. Aber sie folgt sehr gut und geht auch nicht stiften.

Von der Straße fressen: Sie kam ja komplett unterernährt in Deutschland an. Also schlingt sie ihr Fressen nur so weg und frisst alles von der Straße, was nicht niet- und nagelfest ist. Das ist weniger geworden, und wir sind gelassener geworden. Popcorn, Muffins, Pizza, you name it. Das nehme ich ihr wieder weg im Austausch für ein Leckerli.

④  Andere Hunde: Oh, don't get me started......Hundeprolls, Schulhofschläger, da draußen läuft alles herum. Aber Kelly weiß sich zu wehren. Wenn es mir zu bunt wird und der andere Hund keine Sozialkompetenz zeigt, indem er sich selbst auch jagen lässt etwa, dann unterbreche ich das "Spielen" konsequent. 
Die meisten Halter rufen ihre Hunde dann auch zurück. Andere sind da weniger souverän und zicken ein bißchen: Einer wollte mir doch tatsächlich mal weiß machen, dass die zwei Jagdhunde doch nur ganz toll mit ihr "gespielt" hätten. (Mann natürlich.) Da hat die Püppi ihn nur kalt lächelnd angeschaut und erwidert, dass sie weiß, wann ihr Hund genug hat. Vielen Dank. 


Fütterung: Das sie uns mitten in der Nacht dreimal rausscheucht, hat Gott sei Dank aufgehört. Wir haben 1. begriffen, dass sie das zu ihrer eigenen Unterhaltung machte, weil ihr nachts langweilig war. 2. Haben wir die Gassi Zeiten verändert. Man glaubt es kaum, wie lange dieser Hund anhalten kann. Wir gehen etwa morgens um halb neun. Und dann wieder so gegen 19 Uhr. Das reicht ihr. Anders als früher, lassen wir sie jetzt abends dösen anstatt noch spät um 22 Uhr rauszugehen. Ab 19.30 Uhr beginnt Kelly ihre Nachtruhe. Natürlich zwischen uns auf dem Sofa. 

Die Yogamatte ist inzwischen das Kinderzimmer von Fräulein Kelly, wo sie alles bunkert, was ihr lieb und teuer ist. Allerdings weiß ich nicht, wie viele Knochen sie schon in den Gärten von Freunden vergraben hat, die ich nicht mehr wiedergefunden habe. *kicher*

Fütterung 2: Wir füttern sie in mehreren Abständen über den Tag verteilt und halten uns strikt an ihre Diät. Sie bekommt kein Essen vom Tisch. Nassfutter, Trockenfutter - nicht gemischt. Ein paar Kauknochen und Lammleckerlis für den kleinen Ball. Dass sie nachts raus musste, lag wohl auch am zu kalten Futter. Seitdem wir es in der Mikrowelle anwärmen ist der Stuhlgang normal. Auch geholfen hat ein Pulver vom Tierarzt, welches wir immer dann verabreichen, wenn der Stuhl weich oder zu hart wird. Außerdem habe ich mit ihr eine Kur mit Heilerde Nummer 1 über zwei Wochen gemacht. Ein Messerspitze mit Wasser verdünnt auf das Essen mischen, genügt bei ihrer Größe und ihrem Gewicht. 


Hundesitter WIR HABEN SIE ZUM ERSTEN MAL BEIM HUNDESITTER GELASSEN. Wegen der Hochzeit einer Freundin. Etwa einen halben Tag bis Mitternacht. Glücklicherweise hatte eine andere Freundin sich angeboten. Olga hat ihr gleich zu fressen gegeben, um sie abzulenken. Ansonsten lief alles problemlos - für Olga und Kelly. Sabina dagegen war dem Nervenzusammenbruch nah. Ich starrte fast den ganze Abend wie eine aufgeregte Mutti zwischen den Gängen ständig auf mein Handy und erwartete schlimme Nachrichten. Die aber nicht kamen ;-) Alles lief super.





 

BLÖD SIND IMMER DIE ANDEREN HUNDEHALTER :)


Ja, dann sind da ja noch die anderen Hunde. Was für eine Welt. Da werden Gemeinschaften geschmiedet - "endlich mal wieder ein kleiner Hund", "Ach Guten Tag, naja, sie will nicht in den Park, da sind nur große Hunde". Oder Abneigungen fürs Leben begründet. Warum hat die ihren Köter nicht unter Kontrolle? Hat die schon mal etwas von Verantwortungsbewusstsein gehört? Alles, was das Leben so hergibt, findet sich auf der Hundewiese. 

Kelly ist ja zurückhaltend, aber tiefergelegt und wehrhaft. Sie lässt sich nicht einschüchtern, und es sollte ihr keiner dumm kommen. An einer Gruppen größerer Hunde geht sie auch mal unauffällig vorbei. Sie ist ja klug und weiß, welche Situation sie besser meidet. Da kann ich mich ganz auf sie verlassen.

Gestern letzte Woche jagte ein sechs Monate alter Schnauzer-dings-bumms hinter ihr her. Unerfahren, Frauchen überfordert. Leider kam er nicht so gut damit zurecht, dass Kelly Haken schlagen kann wie ein Hase. Er fing an, sie in den Schwanz zu kneifen und sprang auf sie drauf, so dass sie sich in voller Fahrt zweimal überschlug. Da hatte ich genug. Aber Schnauzer-dings-bumms war viel zu aufgeputscht, um auf Frauchen zu hören, der einfiel, alles wäre gut, wenn sich MEIN Hund doch nur hinsetzen würde. 

Ihr ahnt die Konfliktfallen, nicht wahr? Es wäre immer hilfreicher, wenn sich erstmal jeder um seinen eigenen Hund kümmern würde. Das Ende vom Lied? Ich habe meinen Körper zwischen meinen und ihren Hund aufgebaut und abgeblockt. Wie ich es in der Hundeschule gelernt habe. Mein Streberwesen hat sich ausgezahlt.....Chakka!

Das ängstliche Hunde Kellys Avancen unangenehm finden, kann ich mir gar nicht vorstellen und muss dann über mich selbst lachen, weil ich meinen Hund für den Besten der Welt halte. Wie andere Halter natürlich auch. Obwohl diese Hunde natürlich totale Langweiler sind. Ich übe noch, anderen Haltern zu sagen, was ich im Ernstfall von ihnen erwarte. Übrigens spricht es sich natürlich herum, wenn ein Hund ein Schulhofschläger ist wie jener Gizmo im Frankfurter Huthpark. 





 

HUNDEMARKEN UND HUNDEFINDER


An Kelly klappern nun drei Marken: die Steuermarke, eine von Tasso, dem Hundenetzwerk, in dem sie registriert ist mit ihrer Chipnummer sowie neuerdings auch jene von Petfindu, wo Kelly registriert ist. Die Marke ist ein dickes kleines Dreieck, schick mit Schottenkaro für den Hund einer Fashionista geeignet :). 

Wenn der Hund mal perdu geht, funktioniert das Wiederfinden mit Petfindu noch einen ticken schneller als über Tasso mittels des QR Codes, der an dem Dreieck ist. Falls er gefunden wird, kann der Finder alle Daten inklusive der Chipnummer des Hundes über die Markennummer auf dem Dreieck und dem QR Code - jederzeit und rund um die Uhr. Das erspart dem Hund im Zweifel den Aufenthalt im Tierheim bis der Halter ermittelt ist. 

Auch das mögen manche für übertrieben halten. Jeder hat das Recht auf seine Meinung. Aber weil es ja nur mich und meinen Hund betrifft, passt es schon so für uns. 


Jetzt erleben wir unseren ersten Herbst zusammen, haben mehrere Urlaube, Ohrbisse und Krankheit schon hinter uns. Ich bin jeden Tag aufs Neue glücklich über Kellys Nähe und verzückt von ihrem lieben Wesen. 

Meerblaue Grüße

-Sabina


Kommentare:

  1. She is beautiful Sabina. I lost my dog a few weeks ago and I'ts hard. My other dog is suffering too. xx

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    1. So sorry to hear that Laurie. I know how hard it is to lose a pet. Sending love and kisses. xo Sabina

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  2. Ich bin ein bisschen in deine Kelly verliebt. Und dein Post hat es nicht besser gemacht. Wenn ich einen Hund haben wollen würde, dann so einen oder einen Jack Russel Terrier. Andererseits bin ich ja froh, dass ich die Erziehungsarbeit hier hinter mir habe... jetzt noch mal mit nem kleinen Hund anfangen? Hm...^^

    LG Anna

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    1. Ja, genauso wäre das. Schön Wiedereinstieg ins Erziehen. Mamma reloaded sozusagen. Willste das? Komm lieber vorbei uns guck sie an :))) Schönes Wochenende und LG Sabina

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  3. Kelly ist sooo niedlich. Ich bin froh, dass ich in der Regel allein mit Fine unterwegs bin und keiner Menschen- und Hundeseele begegne. Allerhöchstens dem Nachbarn mit den zwei Labrador-Rabauken. Aber die liebt Finchen heiß und innig und die lieben Fine. Also alles paletti :-)
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Wieso bist du allein unterwegs? Ist nur Deich und Schafe und ihr beide, oder wie kann ich mir das vorstellen? Und spielt sie also vor allem mit den beiden Nachbarshunden? LG Sabina

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  4. Hey, klingt alles nach normalem Wahnsinn. Tja, einige Hundehalter sind so eine Sache ... die gibt es wohl leider überall...

    Ich freue mich für Euch, dass Ihr es so gut miteinander getroffen habt!

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    1. Danke dir! Okay, das ist gut zu wissen mit dem normalen Wahnsinn, den du in der Stadt sicher auch erlebst. Ja, der Wunsch nach einem Hund hätte wohl weniger konkrete Züge angenommen, wenn ich Paul nicht getroffen hätte als Auslandshund und Frau Vau mit ihrer Lotti. :)

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  5. 9 Monate erst, ich dachte tatsächlich das sei länger her. Aber das klappt doch alles wunderbar. Hundeerziehung ist oft schwerer als manch einer sich vorstellt. Bei unserem (jetzt verstorbenen) Yorkshire Terrier war ich schon so froh dass das Komando STOP klappte. Rief ich STOF blieb sie stehen. Alles andere war fast unwichtig. Man muss halt wissen was man wirklich braucht. Platz, Sitz, Männchen, hol Hausschuhe und Zeitung brauchte ich nicht :)
    Komischerweise hat Luna irgendwie alles alleine gelernt. Sie beobachtet und fand selbst raus was sie tun soll. Sie lief schon mit 10 Wochen perfekt an der Leine und zieht nie. Sie hört auf Stopp, das kennt sie sicher noch vom Yorkie. Sie geht nicht aus dem Garten, selbst wenn das Tor auf ist, denn sie liebt ihr zuhause und ihre Menschen. Da wir Luna sehr lieben darf sie auch auf die Bank wenn sie möchte. Da verstehe ich Dich. Viele Menschen sitzen oben auf der Lehne und haben die Füße auf der Bank, das finde ich fast schlimmer. Luna ist sauber, Kelly sicher auch. Luna geht an fremden Hunden eigentlich schnurstracks vorbei. Sie mag auch nicht wenn sie hinten beschnuppert wird. tz :)
    Weiterhin viel Spaß euch beiden, liebe Grüße Tina

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    1. Liebe Tina, danke für deinen ausführlichen Kommentar mit dem du mir eine große Freude gemacht hast, denn wie ich bei Ursula gerade schrieb, interessiert es mich sehr wie es bei anderen Haltern zugeht.

      Kelly ist auch die begandete Beobachterin vor dem Herren. Am Anfang habe ich gleich kapiert, dass ich ihr klar zeigen muss, was ich von ihr will oder es ihr beibringen und dann darauf vertrauen kann, dass sie es selbstständig umsetzt. Sie will wissen, was bei uns Sache ist und dann entscheidet sie selbst *lach*

      Leute mit ihren Füßen auf der Bank, das finde ich auch indiskutabel. Echt ungezogen.

      Und du hast es auf den Punkt gebracht, wenn man mit der Erziehung anfängt, merkt man schnell, worauf es wirklich ankommt und ob man einen dressierten Affen will oder einfach nur, dass der Hund 1a vertstanden hat, dass er an der Straßenkreuzung stehen bleiben muss.

      Das ist eine Frage der Sicherheit. Nicht des Gehorsams um des Folgens willen. Und damit fühle ich mich auch sehr viel besser, seitdem wir das für uns so klar haben.

      Viel Freude noch mit Luna für euch und schönes Wochenende wünscht dir Sabina

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  6. Kelly ist wirklich herzallerliebst. Ich kenne das mit dem Nervenzusammenbruch. Es pendelt sich alles ein.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Es hat sich schon total eingependelt. Es ist gar kein Vergleich mehr mit dem Zombiedasein in den ersten Monaten *lach* LG Sabina

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  7. Kelly ist wahnsinnig süß! Ich freue mich, dass Kelly ein ganz tolles Zuhause gefunden hat.
    Weiterhin viel Freude und Spaß!
    Liebe Grüße,
    Claudia

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    1. Muito obrigada minha amiga digital. xo

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  8. We are lost without our pets! They just are part of the family aren t they!

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    1. You are so right Nancy and that is the way it should be :) xo

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  9. die süsse kelly!!
    einen grossartigen hund hast du! lisbeth - die mittlerweile auf mich hört wie ein hund! - lässt grüssen! xxxx

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    1. Haha, das würde ich ja zu gern mal erleben! *gucktneugierig* Mein Mann zerrt ständig an mir herum, er will unbedingt mal nach Dresden. Vielleicht wird es nächstes Jahr mal was mit einem Kurztrip in die Gegend. Kelly wäre so happy über eine Katzenfreundin :)))

      xo

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  10. Sie ist so süß und sieht dabei so selbstbewußt aus. Was ein gutes Zuhause und liebevolle Zuwendung ausmachen, sieht man. Das ist bei Hund und Kind dasselbe.
    Liebe Grüße
    Sabine

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    1. Ach das freut mich aber, dass man das sieht. Es war jedenfalls mein Wunsch, einen selbstbewussten Hund heranzuziehen. Das ist sie ja eh von ihrem Wesen. Aber ich wollte mit meiner Erziehung nicht ihr irgendwas abgewöhnen, oder so.

      Echt, you made my day liebe Sabine! Schönes Wochenende und GLG Sabina

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  11. Hört sich nach dem ganz normalen Alltagswahnsinn in einer Familie mit Hund an liebe Sabina. Nachdem lange vor Rocky ja zwei Kinder in unserem Haushalt gelebt haben, sehe ich bei der Hundeerziehung sehr wohl Parallelen zur Kindererziehung. Als Rocky bei uns einzog war er ein kleines verschüchtertes Etwas. Inzwischen ist er ein ausgewachsener Hund, der phasenweise meint, er sei der Boss ;). Die Hundeschule hat er ja lange und ausführlich besucht und das war auch gut so. Allerdings sind wir gerade an einem Punkt, wo er zumindest im Freilauf mal so tut, als hätte er von irgendwelchen Kommandos überhaupt noch nie was gehört. Und sobald jemand das Zimmer verlässt und er nicht mit kann, (am schlimmsten ist es bei meinem Mann) regt er sich bellenderweise so auf, dass er hinterher total fix und alle ist. Keine Ahnung was da im Moment bei ihm so abgeht, aber so süß wie er auch ist, auf die Dauer kann er hier leider nicht der Boss bleiben. Alleine schon deshalb weil sich die Nachbarn wegen der Bellerei beschwert haben. Auch das erinnert mich irgendwie an die Erziehung bei unseren Kindern: Konsequenz hat auch da nicht unbedingt zu den Stärken meines Mannes gezählt. Und genau die wäre jetzt bei Rocky sehr angebracht. Eine Runde Hundeschule würde wahrscheinlich nicht schaden. Bisher gab es selten Probleme mit anderen Hunden und deren Haltern. Einmal mussste ich bisher dazwischen gehen, weil ein nicht angeleinter Hund sofort auf ihn los ist. Was so manche Hundehalter unter "spielen" verstehen hat oftmals damit wie Rudelverhalten funktioniert, wenig zu tun. Dadurch das Kelly merkt, du regelst das für sie, wird die Bindung zu dir noch gestärkt. Denn in der Hundewelt regelt der Rudelführer nun mal die Dinge :). Verwöhnt ist Rocky mit manchen Dingen ebenfalls. Solange er nicht komplett zum Monster mutiert, darf das auch mal sein ;). Ich wünsche dir auch weiterhin eine wundervolle Zeit mit deiner zuckersüßen Kelly. Liebe Grüße Ursula

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    1. Oh liebe Ursula, danke für den Einblick. Ich tausche mich ja gern mit anderen Haltern aus, um zu sehen, was bei denen so los ist. :) Kelly bellt auch, aber leider wohnen nebenan gleich 2 ehemalige Straßenhunde, die im Gegensatz zu ihr mit einer mentalen Herausforderung leben und bei jedem Lüftchen bellen.

      Da sie der Nachbarshund auch schon ins Ohr gebissen hat, ist sie jetzt nicht so super drauf, den kann sie im wahren Sinn des Wortes nicht gut riechen. Wer will es ihr verdenken. Mit dem hat sie noch eine Rechnung offen. :)))

      Also ist sie still und die Nachbarshunde bellen, dann geht das ganze von vorn los. Puh.

      Hilft nix. Wir wohnen halt alles unter einem Dach in der Stadt. Da musst du starke Nerven haben.

      Was ich aber nicht verstehe: wieso ist dein Mann offenbar die Hauptbezugsperson für euren Hund?

      Ich wünsche dir mit eurem Rocky auch noch eine wunderbare Zeit. Schönes Wochenende und danke für deine guten Wünsche! LG Sabina

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  12. Das hast du sehr gut zusammengefasst, das alles macht das Leben als Hundebesitzer aus. :)
    Kelly passt hervorragend zu euch, die Bilder sind süß <3

    Liebe Grüße <3

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